Ein Stimulator, der die Stromquelle darstellt (in Form einer Alkalibatterie oder wiederaufladbarer Batterien),
Elektrodenkabel (bei Einkanalbetrieb ein zweipoliges Kabel oder bei Zweikanalbetrieb zwei zweipolige Kabel),
Elektroden (in der Regel Gummielektroden mit Elektrodengel oder für die Jontophorese antirheumatische Gel`s, sofern kein Elektrodengel verwendet wird,
stehen elektrisch leitende Klebeplättchen zur Verfügung),
Ein Ladegerät (wenn der Stimulator mit wiederaufladbaren Batterien betrieben wird)
Die Anforderungen an ein optimales TENS-Gerät sollten folgende Eigenschaften erfüllen:
Bei unterschiedlichem Hautwiderstand sollte ein konstanter Stromfluss vorliegen,
Die maximal wählbare Stromstärke sollte über 60mm Ampere liegen,
Die Stimulationsfrequenzen sollten pro Kanal individuell einstellbar sein,
Die variable Impulsbreite oder Impulsdauer sollte zwischen 100 bis 300
Millisekunden liegen und bei längerer Anwendung sollte eine biphasische
Stromverabreichung möglich sein.
Die Stromstärke sollte deutlich in Bereich der Empfindungsschwelle, aber unterhalb der Schmerzschwelle liegen, sie kann auch gelegentlich abhängig vom Hautwiderstand
oder der Batterieleistung schwanken. Bei der konventionellen TENS-Behandlung spürt der Patient ein Kribbeln im Schmerzgebiet, bei einer Bruststimulation treten sichtbare
Muskelkontraktionen auf.
Wenn keine Veränderungen im Schmerzareal vorhanden sind, müssen die Parameter neu festgelegt werden.
Die Elektrodenlage sollte im Schmerzareal, proximal am Hauptnervenstamm und entlang eines Dermatoms der betroffenen Hautwurzel vorgenommen werden.
Ca. 70 bis 80% der damit behandelten Patienten sprechen gut auf eine TENS-Therapie an.
Bei einem Nichtansprechen können biochemische oder psychologische Veränderungen vorliegen: so kann ein relativer Serotoninmangel im Gehirn wie auch ein insuffizientes
Opiatsystem den Therapieerfolg verhindern oder reduzieren.
Auch technische Ursachen können für ein Nichtansprechen vorliegen, so z.B. können
keine oder leere Batterien im Gerät vorliegen, wie auch alte oder schlecht leitende Elektroden,
ein Wackelkontakt, trockenes Elektrodengel, losgelöste Elektroden oder ein Kabelbruch den Therapieerfolg verhindern.
Bei einer sachgemäßen Anwendung unter Beachtung von Kontraindikationen sind für die TENS-Behandlung keine gravierenden Nebenwirkungen bekannt.
Beachtet werden müssen allergische Reaktionen auf Elektrodengel oder Pflaster, eine Schmerzzunahme unter der
TENS-Behandlung oder ein Hyperstimulationssyndrom, hormonelle Dysbalancen, eine Hypertonie-Reaktion, Herzrhytmusstörungen oder Juckreiz
wie auch eine Euphorie oder Schlaflosigkeit des Patienten.
Kontraindikationen für diese Therapieform sind eine ungeklärte Schmerzätiologie, eine fehlende Patientenkooperation oder Patienten,
die einen Herzschrittmacher tragen. Wenn diese Fehlerquellen oder Kontraindikationen beachtet werden, ist diese Behandlungsform ein sehr einfach
zu handhabendes Therapieverfahren, das auf Grund seiner Rezeptierfähigkeit zur Heimbehandlung für betroffene
Schmerzpatienten sehr gut geeignet ist.
Dr.Dr. Friedel