ein Leben voller Schmerzen

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Eine Betroffene schilderte ihren Zustand: >>Ich fühle mich, als wennn ich die ganze Nacht im Steinbruch gearbeitet hätte; ich habe Schmerzen überall im ganzen Körper<< Eine typische Schilderung, wenn Menschen-circa zwei bis drei Prozent der Bevölkerung, davon etwa 90% Frauen-unter Fibromyalgie (Faser-Muskel-Schmerz) leiden. Die Fibromyalgie ist eine schon vor 800 Jahren beschriebene und bei uns leider erst in den achtziger Jahren bekannt gewordene chronische, nicht-entzündliche, äußerst schmerzhafte Muskelerkrankung, die sich im gelenknahen Bereich zeigt. Weltweit wird an den Ursachen geforscht, auch in Deutschland-Bad Säckingen, München, Bad Liebenwerda. Schmerzen zerstören die Lust am Leben So gehen namhafte Fachleute davon aus, dass immer noch 60 bis 65% aller niedergelassenen Ärzte in Deutschland die Fibromyalgie nicht ausreichend kennen, geschweige denn diagnostizieren können. In anderen Ländern Europas, wie z. B. Frankreich, Italien, Österreich und den osteuropäischen Ländern ist die Situation für Fibromyalgiker teilweise katastrophal. Die Fibromyalgie ist ein sehr problematisches Krankheitsbild, da sie mit zahlreichen Begleitsymptomen einhergeht, wie z.B. Schlafstörungen, Morgensteifigkeit, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, chronische Müdigkeit, Reizdarm und -blase, Konzentrationsschwäche, Abgeschlagenheitsgefühl, trockene Schleimhäute, >>Restless Legs<< und bis 144 Begleitsymptome mehr. Die Aufklärung über diese chronische Krankheit mit ca. 1,6 bis 2,4 Millionen Betroffenen in Deutschland ist deshalb äußerst wichtig, zumal die Dunkelziffer von nicht richtig diagnostizierten Betroffenen noch viel zu hoch ist. Durch falsche Diagnose und entsprechend falschen Therapien entstehen jährlich immer noch ca. 4,3 Milliarden DM an Kosten allein in Deutschland. Erfahrung einer verzweifelten Patientin Allein in Deutschland leiden 5-7 Millionen Menschen an permanenten unerklärlichen Schmerzen. Astrid Lingner ist eine von ihnen. Lange fühlte sie sich mit ihren Schmerzen und Selbstzweifel, der scheinbaren Auswegslosigkeit alleingelassen. Bevor der Schmerz sie erreichte und allmählich ganz beherrschte, übte sie mit Begeisterung ihren Beruf als Lehrerin aus, war engagierte Chorleiterin, liebevolle Mutter und Ehefrau. Doch gegen den Schmerz halfen weder Optimismus noch Courage, weder ärztliche Behandlungen noch vier Operationen. Erst nach 15 Jahren hat sie einen Schmerztherapeuten gefunden, mit dessen Hilfe sie wieder ein menschenwürdiges Dasein wagen darf. Mit ihrem Buch >> Schmerzen zerstörten mein Leben<< (Frieling Verlag) möchte sie ähnlich Betroffenen Mut machen und Wege zeigen, der einsamen Not zu entfliehen.



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